Montag, Juli 13, 2009

Kinomobilny kommt am Mittwoch in den Mauerpark

und zeigt sehenswerte Filme wie diesen hier.



Das wird sicher sehr interessant. Mehr Infos und das Programm hier und hier auf Polnisch.

Einblicke in die Oderberger Straße

Donnerstag, Juli 09, 2009

Hier Marthashof, dort die Tafel

"Die Grenze verläuft nicht zwischen Ost und West, sondern zwischen oben und unten", konnte man mal an der Köpi in der Köpenicker Straße lesen. An der Stadtbezirksgrenze zwischen Prenzlauer Berg und Wedding stimmt beides. Anselm Weidner vom Deutschlandradio hat sich auf beiden Seiten des "sozialen Äquators" umgesehen und umgehört. Resultat dessen ist dieses hörenswerte Feature Brunnenviertel Marthashof vom 03. März 2009.
Nicht nur der Stadtsoziologe Andrej Holm und Investor Ludwig Stoffel kommen zu Wort, auch die vielen jungen, alten und neuen Bewohner diesseits und jenseits des ehemaligen Todesstreifens.

Die neue Grenze an der Bernauer Straße könnte belegen: Nicht von der Politik aufgezwungene ideologische Grenzen spalten die Menschen und Völker, sondern die von der Ökonomie aufgezwungenen Klassengrenzen.

Deutschlandfunk-Feature von Anselm Weidner
Brunnenviertel Marthashof (20 MB, mp3)
Manuskript der Sendung hier

Da waren es nur noch elf

"Über sieben Brücken musst Du gehen". Dieser in den Achtzigern viel und oft zitierten und gecoverte Ohrwurm schwirrt noch vielen meiner Altersgenossen im Kopf rum. Doch wie soll man die wenigen Brücken in Prenzlauer Berg passieren, wenn sie plötzlich verschwinden?
Die richtig lange U-Bahn-Brücke über der Schönhauser Allee gibt es so ja nun nicht mehr.
Welche Brücken bleiben uns denn noch?
Einmal die Bösebrücke und die Behmbrücke in den Wedding, der Gleimtunnel ist eigentlich auch eine Brücke, zwei an den S-Bahnhöfen Schönhauser Allee und Prenzlauer Allee, Greifswalder Str, Kniprodestraße, Landsberger Allee, Dunckerstraße, Pappelallee, die Brücke über den frisch bewässerten Teich im Thälmannpark zähle ich auch mal mit.

Mittwoch, Juli 08, 2009

Noch schauer

ist dieses Blog nun, nachdem ich etwas aufgeräumt habe. Auf den ersten Blick bleibt alles beim Alten. In der rechten Spalte findest Du nun direkt unter den fünf aktuellste P-Berg-News-Meldungen aus Mainstream-Medien einen Kasten, in dem Du Dich als regelmäßiger Leser dieses Blogs registrieren kannst. Den Kasten gibt es schon voll lange, doch war er immer ganz unten versteckt, so dass sich erst sechs Leute von täglich etwa 300 Besuchern dort hin verirrt haben. Darunter gibt es dann Videos und Podcasts von mir und meinen Bekannten.

Nachfolgend gibt es ab sofort die Blogfeeds der Seiten, die ich gerne mal besuche. Ich beschränke mich in Zukunft jedoch nur noch auf die zehn neuesten Postings meiner Lieblingsseiten und liste nicht mehr alle auf. Das dient der Übersichtlichkeit, der Aktualität und natürlich Dir.

Die Tags habe ich rausgeschmissen. Wer ein Stichwort sucht, kann die Suchmaske für die interne Suche im oberen Balken des Blogs nutzen. Über einen neuen Hintergrund mache ich mir in Kürze Gedanken.

ausgeemget

Mittlerweile kennt sie jeder. Die "militante gruppe" (mg). Etwa 40 Brandanschläge gegen Sachwerte soll die Gruppierung in den vergangenen acht Jahren verübt haben. Ich habe jedoch nie an deren Existenz geglaubt. Jetzt soll sie sich aufgelöst haben. Das steht zumindet in der gestern erschienenen aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "radikal", berichtet die Junge Welt

Wir bleiben an Board

AK Kraak hat diesen Mobilisierungsclip für die Mietendemo im September 1992 wieder rausgekramt und der Nachwelt erhalten. Wurden die WBA-Leute damals noch belächelt und von vielen als elende Übertreiber, Spinner, Träumer und Miesmacher der Wendeerrungenschaften bezeichnet, so muss man heute feststellen, dass deren Horrorvisionen heute bereits gelebte Realität in Prenzlauer Berg sind.



WBA war zu DDR-Zeiten das Kürzel für die Wohnbezirksausschüsse der Nationalen Front, jeweils zuständig für einen Häuserblock. Oppositionellen Anwohnern der Oderberger Straße in Prenzlauer Berg gelang es in den 80er-Jahren, den dortigen WBA zu übernehmen. Sie verhinderten den Abriss der Altbauten.

WBA stand bald nach der Wende für die Initiative "Wir bleiben alle", die von Aktivisten des alten WBA gegründet wurde. Sie wollten die Vertreibung der Kiezbewohner verhindern. Auf der Mieterdemo 1992 nahmen ca. 20.000 Tausend Menschen teil.


Nachruf von Christoph Schaffelder zu Bernd Holftrreter im Scheinschlag. Nr. 05, 2003

Zugangssperre im Hirschhof, Mieterecho, Peter Nowak

Montagsinterview in der taz vom 11. Mai 2009 mit dem DDR-Oppositionellen, parteiunabhängigen Stadtbezirksversammlungsmitglied und späteren Baustadtrat von Potsdam, Matthias Klipp von Gereon Asmuth und Grit Weihrauch

Sind wir dafür 89 auf die Straße gegangen?


Demo am Rosa-Luxemburg-Platz im Mai 2009

Antwort des Tages

Was bedeutet eigentlich PR?
Die Wahrheit sagen -
ohne rot zu werden.

Sybille in der Angermünder Straße

Lohnenswert ist sicher ein Besuch der Ausstellung "In Grenzen frei" über Undergroundkünstler und Modemacher in Ostberlin im Kunstgewerbemuseum am Kulturforum Potsdamer Platz. Sie ist noch bis zum 13. September 2009 geöffnet und das Dienstag bis Freitag, 10 - 18 Uhr, Samstag und Sonntag, 11 - 18 Uhr. Hier ein modischer Blick in die Angermünder Straße von Werner Mahler.

Zitat des Tages

"Es ist wirklich von Vorteil, Leute in der Reisebranche zu kennen."


Eine Frau, Anfang 30, in einer dreiköpfigen Touristengruppe in der Saarbrücker Straße.

Dienstag, Juli 07, 2009

Der Szenetyp als Kultfigur


Elektrohoden: Hey Hey schöner Szenetyp, via langenfeld

Vielleicht wird man irgendwann unser Jahrzehnt mit diesem Stereo(szene)ypen verbinden.

Montag, Juli 06, 2009

Prenzlauer Berg grüsst Köpenick

Wie Köpenick zu seinem Namen kam from Köpenick on Vimeo.

Samstag, Juli 04, 2009

Eine Riesenüberraschung


Bagman + Davy Dave + Suff Daddy + Ossi Osker = Pilsdaddy = Suff Shit


mehr hier und hier

Freitag, Juli 03, 2009

Steckbrief


Wer sich angesprochen fühl, bitte mal bei der Polizei Thüringen melden.

Donnerstag, Juli 02, 2009

Ich würd gern mit Dir S-Bahn fahren



Greifswalder bis Ostkreuz am liebsten 1996!

Bla TV

bla marode bla modern bla facettenreich bla beliebter Treffpunkt bla Veränderung der Bevölkerungsstruktur bla Mietpreiserhöhung bla Soziale Verdrängung So sieht's aus!

Als die Oderbruchkippe noch eine Kippe war

In der Nachwendezeit zeigten ORB und MDR, die bei uns am Fernseher immer noch auf den Knöpfen von DDR 1 und DDR 2 lagen, viele verbotene Filme aus den Defa-Archiven. Einer, der hier spielte, war Jahrgang 45. Den Plot kann man ja bei IMDB nachlesen. Das erspare ich mir. Aber die Abschlussszene, die gibt es jetzt hier.



und die beiden Parts auch noch.


und hier noch ein alter Wartburg in der Christinenstraße. Wer in den letzten Monaten mit offenen Augen durch die Straßen gelaufen ist, wird den Vogelkäfig am Ende der Szene auf den Plakaten des Kinos Krokodil gesehen haben.

Wir sind die Post

Es war immer ein offenes Postgeheimnis. Jetzt ist es offiziell. Im Westen wurde Post und Telekommunikation genauso überwacht wie in der DDR. Richtig los ging es 1968. Das berichtet jetzt auch die Badische Zeitung (pdf bei archive.org). Ich war vor einem halben Jahr in der Stasi-Ausstellung in der Nähe vom Brandenburger Tor. Da ist ausführlich beschrieben, wie die Postüberwachung in der DDR organisiert war. Im Westen war das "Monitoring" der Post immer fester Bestandteil psychologischer (kalter) Kriegsführung. Ob man das nun OpInfo, PsyWar oder sonst wie nennt, ist mir ziemlich egal. Ganz interessant finde ich den folgenden einstündigen Dokumentarfilm, in dem das Thema Postgeheimnis in der BRD auch gestreift wird.


Gesteuerte Demokratie

Bücherverbrennung ist jetzt Mode

Ein kurzer Blick nach Mitte: Wer in den letzten Tagen mal am Bebelplatz vobeigekommen ist, wird sicher das riesige Festzelt gesehen haben, in dem jetzt die Mercedes Fashion Week stattfindet. Da frage ich mich, wie man so hirnlos sein kann und auf dem Mahnmal für die Bücherverbrennung der Nazis eine Modewoche durchführen kann. Das ist nicht nur unsensibel, sondern auch peinlich, und zwar auf internationalem Niveau. Täglich kommen dort tausende von Touristen aus aller Welt vorbei, die in ihren Reiseführern lesen, welche Bedeutung dieser Platz in der deutschen Geschichte hat. Dann sehen sie ein Festzelt, das von der EADS, vom Hersteller Unimog und Eurofighter, also von Militärfahreugen, Kampflugzeugen und Militärhubschraubern, Streumunitionswerfern und Atomwaffenträgersystemen gesponsort wird. Mit was für einem Deutschlandbild fahren die wohl wieder nach Hause?
Artikel im ND

Mittwoch, Juli 01, 2009

Filmkomparsen im Einsatz



Natürlich sind das keine echten Polizisten. Wo kämen wir denn da hin.
Via Tanithblog.

Sonntag, Juni 28, 2009

Prenzlauer Bergs Top-Mythen und Verschwörungstheorien

Manchmal gewinne ich den Eindruck, die ganzen Verschwörungstheorien und Urban Myths hätten so ein bisschen den Buschfunk unser Eltern zu Ostzeiten ersetzt. Damals munkelte man darüber, wie das MfS Schaltprogramme von Westwaschmaschinen in den Osten bekam, ob Naumann wegen seines Alkoholproblems durch Schabowski ersetzt wurde oder ob die 1987, anlässlich der 750-Jahrfeier Berlins auf den Markt gebrachte Küchenmaschine Berlinette einfach nur eine Moulinette für die DDR sei, da die Elaektroapparatewerke (EAW, Ex-AEG) in Treptow die Teile eh als Joint-Venture-Betriebe für den Westen produzierten.
Heute guckt man sich Illuminati im Kino an, hat die 23 als Lieblingszahl und sucht nach kryptischen Symbolen auf Geldscheinen und Reisepässen. Die Meldungen auf Fefes Blog haben wenigstens noch Hand und Fuß und Gegeninformationscharakter. Aber dieses ganze Freimaurer-Gequatsche geht mir ganz schön auf die Nerven.

Die alten Mauern von Prenzlauer Berg haben auch ihre verschwörerisch-mythischen Seiten.
Hier die fünf verbreitetesten Theorien:

1) Unter der Greifswalder Straße befindet sich ein zweigleisiger U-Bahnschacht,
der vom Alexanderplatz bis zum S-Bahnhof Greifswalder Straße führt und nach Hitlers und Speers Plänen bis Weißensee hätte führen sollen. Im Sommer 1939 wurden die Häftlinge vom Bau abgezogen und in die kriegsvorbereitende Industrie verlegt. Teile des Tunnels wurden bis Mai 1945 als Luftschutzbunker genutzt.

2) Auf der Rückseite des Kopfes am Thälmann-Denkmal befindet sich eine Luke, durch die man ins Innere des Monuments gelangt.

3) Die abhörsicheren Kommunikationsanlagen in der Fröbelstraße 10 (früher Stasi-Sitz und Rat des Stadtbezirks, heute Bezirksamt), wurden noch bis Mitte der Neunziger durch das LKA Berlin weitergenutzt.

4) Vom Pfefferberg führt ein Tunnel in die alte Königstadtbrauerei, Saarbrücker, Ecke Straßburger Straße.

5) Prenzlauer Bergs erster Piratensender Radio P war schon vor der Vereinigung von V-Leuten des VS durchsetzt, die zielstrebig auf eine mittelfristige Einstellung des Programms und Zersetzung der jungen Alternativmedienstruktieren hinarbeiteten.

Für DNS-Sperren im Internet

Ich war gestern als Betrieber dieses Love Blogs bei Radio Fritz in der Sendung Trackback mit Holger Klein zu Gast. Da habe ich mich öffentlich für DNS-Sperren im Internet ausgesprochen und leider vergessen zu sagen, dass die nur für die Seiten des Zensursulaministeriums angewendet werden sollen. Das klang so.

Erschreckender Anblick


Schönhauser Allee Ecke Bornholmer Straße

Samstag, Juni 27, 2009

Mein Liebeslied für die Schönhauser Allee



Gestern lief am U-Bahnhof Eberswalder ein Mädchen an mir vorbei und pfiff die ersten Töne von meinem schönen "Schönhauser Allee"-Lied, als sie mich sah. Das hat mich gefreut. Liebes Mädchen aus der Schönhauser, Du kannst Dir das Lied jetzt auch mit nach Hause nehmen! Ich habe nämlich ein kleines Album mit ganz vielen Prenzlauer-Berg-Liedern gemacht. Das kannst Du hier kaufen. Wenn Du möchtest, kannst Du Dir das eine Lied auch kostenlos runterladen, und zwar hier.
Und jetze kannste nochmal reinhorchen:

Freitag, Juni 26, 2009

Michael Jackson in Prenzlauer Berg

Wann war das? 1992! Da stand auf dem Saturn-Gebäude zu Promo-Zwecken für sein neues Album eine Michael-Jackson-Statue. Das fand ich schon irgendwie lustig. Zu dieser Zeit besuchte der King of Pop im Rahmen seiner Dangerous-Tour meinen Heimatbezirk Prenzlauer Berg und gab ein Konzert im Cantian-Stadion, gleich hier um die Ecke, im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Und ich war nicht da, aber meine Schulkameradin Ute, die bekennender Jacko-Fan war und dafür von manchen Leuten etwas belächelt wurde. Wir wollten ja alle so alternativ sein. Ich stand bei mir zu Hause auf den Balkon, sah die hell erleuchteten Stadionscheinwerfer und konnte echt hören, welches Lied gerade gespielt wurde, obwohl zwischen Stadion und Bötzwoviertel doch knapp dreitausend Meter liegen. So laut war das.
Am nächsten Tag rankten sich in den Berliner Boulevardblättern Gerüchte darüber, ob das wohl der wahre Michael Jackson war, der da an einer Seilwinde von der Bühne schwebte. Ich glaube schon, dass er es war, der uns hier einen Besuch abstattete.


Michael Jackson 1992 in Prenzlauer Berg

Von wegen "Kein SpekuLand"



Ich finde den Blick anderer Menschen auf meinen Bezirk ja immer wieder interessant, auch wenn sich die Motive, Ideen und Einstellungen unendlich oft wiederholen.

Donnerstag, Juni 25, 2009

Es hat sich ausgegrillt


"Also bei uns in Drecksfeld hätte es sowas nicht gegeben", meint der Lobbyverband der Neuprenzlauer Berger und lässt ab sofort den Bratwurstgeruch polizeilich verbieten. Deswegen auf zum fröhlichen Abgrillen auf dem Falkplatz!
Hier mein Soundtrack dazu zum freien Download.
"Wir sind im Park und wollen grillen, bei geilem Wetter fühlen wir uns wohl, so wohl, so pudelpudelwohl" (produziert von V.Raeter, 2003)

Geisterräder

Gestern ist Prenzlauer Ecke Danziger schon wieder eine Fahrradfahrerin tot gefahren worden.
Jetzt weiß ich auch endlich, was diese weißen, angeschlossenen Räder in der Stadt zu bedeuten haben. Das sind Geisterräder, halb Denkzeichen, halb Kunstobejkt, vorallem aber Erinnerungsort für tödlich verunglückte Radfahrer und gleichzeitig ein Warnhinweis: Hier ist das Radeln lebensgefährlich. Die Idee kommst ursprünglich aus Amiland.
In Deutschland sammelt der ADFC Spenden für das Projekt.
Wenn Sie diese Aktion fördern möchten, können Sie uns mit einer Spende unterstützen.
Wer für die Geisterräder spenden will, kann das hier sehen.

ADFC Berlin e. V.
Konto 440 378 106
BLZ 100 100 10
Postbank Berlin
Stichwort: Spende Aktion Geisterräder

Zuletzt habe ich so ein weißes Rad Mollstr. Ecke Otto-Braun-Str. gesehen und kurz zuvor in Hellersdorf.

Die Anarchos von umme Ecke

Bei mir in der Nähe hat die anarchosyndikalistische Gewerkschaft FAU ihren Sitz. Immer wenn ich da vorbeikomme, ist niemand da. Jetzt habe ich beim Freundeskreis Videoclips ein Interview mit einem FAUler gefunden. Hier: